Das Unternehmen

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Als Teil der starken JUNIOR Firmengruppe haben wir uns seit Anfang der 70-er Jahre auf die Produktion und den Vertrieb von hochwertigen, marktführenden Gerüstsystemen spezialisiert.

 

Wiederaufbau der Jakobikirche in Stettin

Die Jakobikirche von Stettin ist die größte Kirche Pommerns. Sie wurde in Etappen vom 13. bis zum 15. Jahrhundert gebaut und 1944 im zweiten Weltkrieg durch einen Bombentreffer teilweise zerstört. Chor und Turm blieben erhalten, letzterer jedoch ohne Helm. Seit Dezember 2006 wird die Kirche vollständig restauriert und mit einem neuen Kirchturm bis zu einer Gesamthöhe von 112 Meter wieder aufgebaut.

Die Gerüstarbeiten werden von der Fa. Stettak Rusztowania Sp. Z o.o. durchgeführt. Zum Einsatz kam das MJ-Gerüst UNI 70, MJ-Gitterträger, MJ-Treppenaufgänge sowie ein MJ-kompatibles Gerüstsystem. Die Einrüstung der Jakobikirche war die größte Herausforderung in der 15-jährigen Firmengeschichte der Stettak Rusztowania , so Stettak-Firmenchef Roman Rogozinski. Dabei wurde er tatkräftig von seinen Freunden Bernd Werdermann von der Gerüstbau und Bauhandwerksbetrieb Bernd Werdermann e.K. aus Neustrelitz sowie Hans-Joachim Weiß von der MJ-Gerüst GmbH aus Plettenberg unterstützt. Die überaus anspruchsvollen Gerüstbauarbeiten wurden vom polnischen Gerüstbaukammer und unter der Schirmherrschaft der polnischen Berufsgenossenschaft mit dem 1. Preis in der Kategorie Gerüstkonstruktion des Jahres 2007 ausgezeichnet.

Die gesamten Gerüstbauarbeiten gliederten sich in vier Etappen. Insgesamt sind bei dem Projekt 4500 qm Systemgerüst, 650 laufende Meter Gitterträger, 60 Meter hohe Treppenaufgänge sowie diverses systemfreies Gerüstzubehör eingesetzt. Begonnen wurde mit der Einrüstung der Kirchenfassade bis zu einer Höhe von 36 Metern im Dezember 2006. Zuvor mussten jedoch vom Generalunternehmer, der Stettiner Konsart Sp. Z o.o., die sich auf die Sanierung denkmalgeschützter Gebäude spezialisiert hat, in einer Bodentiefe von 5 Metern die Fundamente verstärkt werden. Ebenso musste eine neue Kirchentreppe mit einer Stahlbetonverstärkung gebaut werden. Beide Maßnahmen waren notwendig, um die großen Lasten, die von der 112 Meter hohen Gerüstkonstruktion ausgehen, abtragen zu können.

Ab der zweiten Etappe bzw. einer Höhe von 36 Metern wurde die Kirche an allen Seiten vollflächig eingerüstet. Bevor mit der Einrüstung bis zur Höhe von 60 Metern begonnen werden konnte, musste eine Tragkonstruktion geschaffen werden, um das Gewicht der Gerüstkonstruktion aufnehmen zu können. Hierfür wurden durch die sich an drei Seiten befindenden Fenster jeweils zwei Doppel-T Stahlträger von innen nach außen, über die Fensterbrüstung hinweg, geschoben. Im Inneren wurden sie durch einen weiteren Doppel-T Stahlträger, der dort quer auf die beiden Stahlträger gelegt und beidseitig im Mauerwerk einbetoniert wurde, gesichert. Auf die beiden auskragenden Doppel-T Stahlträger wurde eine Gitterträgerkonstruktion mittels Rohr-Kupplungs-Gerüst montiert, auf der die Last der weiteren Gerüstkonstruktion an den drei Seiten bis zu einer Höhe von 60 Metern abgetragen wurde. An der hinteren Seite des Kirchturms diente ebenso eine Gitterträgerkonstruktion als Auflage für das Gerüst. Diese wurde in Verbindung mit Stützen, die sich in dem von dort abgehenden Kirchenschiff befanden, gesichert.

Ab der Höhe von 60 Metern wurden Turmhelm und Turmspitze, die bei dem Bombenangriff 1944 zerstört wurden, neu aufgebaut. Hierzu wurde das auf dieser Höhe nach der Zerstörung errichtete Schrägdach abgebaut und horizontal eine besonders armierte Stahlbetondecke eingezogen. Auf diese Stahlbetondecke wurde in fünf Abschnitten der Turmhelm über eine Gesamthöhe von 20 Metern gebaut. Dabei wurde Abschnitt für Abschnitt ein vier Meter hohes „Gerüstquadrat“ mit einer Seitenlänge von 7,50 Metern errichtet, das als Arbeitsgerüst für den Bau des jeweiligen Turmhelm-Abschnitts diente. Nach jedem Abschnitt wurde eine Stahlbetondecke eingezogen. Im Inneren des Turmhelms wurde ein Fahrstuhlschacht errichtet.

Auf den Turmhelm wurde in der vierten Etappe und in einer Höhe von 80 Metern die 32 Meter hohe Kirchturmspitze aufgesetzt. Diese wurde zuvor am Boden montiert und verkleidet, um dann mittels eines 130 Meter hohen Baukrans und unter reger Beteiligung der Stettiner Bürger an Ihren Bestimmungsort in luftiger Höhe befördert zu werden.

Insgesamt dauerten die Gerüstbauarbeiten genau ein Jahr bis Dezember 2007. Zwischen den Bauabschnitten gab es jedoch immer gewisse Pausenzeiten, bis die umfangreichen Rekonstruktionsarbeiten soweit abgeschlossen waren, dass mit dem nächsten Bauabschnitt begonnen werden konnte.

Die Stettiner sind froh und stolz, dass ihre Jakobikirche nun wieder bis zu einer Höhe von 112 Metern in die Höhe ragt. Stolz ist aber vor allem auch das Gerüstbau-Team der Stettak Rusztowania Sp. Z o.o. „Dieses Projekt hat uns als Mannschaft enorm gestärkt,“ so der Geschäftsführende Gesellschafter Roman Rogozinski. „Unser Selbstvertrauen ist gewachsen und wir konnten an diesem äußerst schwierigen Projekt sehr viel lernen, obwohl wir bereits über große Erfahrung mit der Einrüstung historischer Bauwerke verfügen. Die neuen Erfahrungen aus diesem Projekt werden uns dabei helfen, bei weiteren Kirchenprojekten, die in Stettin geplant sind, in die engste Auswahl der für die Gerüstbauarbeiten in Frage kommenden Unternehmen zu gelangen.“