bauma 2019 – Viel Neues made in Plettenberg

MJ-Gerüst GmbH nimmt Werk 2 in Plettenberg in Betrieb und bringt zur bauma ein neues Gerüstsystem auf den Markt.

Die MJ-Gerüst GmbH mit Sitz im sauerländischen Plettenberg nimmt ihre zweite Produktionsstätte  erfolgreich in Betrieb und stellt sich damit erneut auf die stark wachsende Nachfrage nach ihren Gerüstsystemen ein. Modernste Robotertechnik, neueste Schweißverfahren und vor allen Dingen eine stark gestiegene Anzahl an Schweißzellen: all dies findet man in den neuen, hellen und mit aktuellster Gebäudetechnik ausgerüsteten Produktionshallen, die MJ-Gerüst im Industriegebiet Osterloh-West in Plettenberg errichtet hat. Ein vollautomatisches Langgutregal versorgt drei Trumpf Rohrlaseranlagen und mehrere Sägen rund um die Uhr mit Material, das dann auf den sich daran anschließenden Schweißanlagen weiterverarbeitet wird. „Es ist uns gelungen, das Industriegebiet Osterloh-West, das eigentlich für eine Vielzahl von Unternehmen gedacht war, vollständig zu erwerben. Auf diese Weise sind wir in der Lage, der stetig steigenden Nachfrage nach unseren Produkten gerecht zu werden und gleichzeitig unserem Heimatstandort Plettenberg treu zu bleiben,“ erklärt uns Jörg Frommann, Prokurist und kaufmännischer Leiter bei MJ-Gerüst. Angrenzend an das neue Schweißwerk befinden sich weitere 10 Hektar Fläche im Eigentum der JUNIOR Gruppe. Sollte der Markt dies verlangen, kann man in Plettenberg auch in den nächsten Jahren reagieren.

 

Um die eigene Versorgung mit Stanzteilen sicherzustellen, wurde im Februar zudem eine weitere Schuler Servopresse in Betrieb genommen. Zusammen mit dem unmittelbar angegliederten eigenen Werkzeugbau ist MJ-Gerüst auch in der Stanztechnik außerordentlich schlagkräftig. Ausfallzeiten werden durch die im Mehrschichtbetrieb arbeitende Werkzeuginstandsetzung auf ein Minimum reduziert. All dies spiegelt sich am Ende in der hervorragenden Lieferperformance von MJ-Gerüst wider. Direkt neben der Stanzhalle findet man übrigens die vor einem Jahr in Betrieb genommene Stahlbodenfertigung, die sicherlich zu den modernsten ihrer Art zählt. Automatische Breiten- und Höhenverstellung in der Profilierung sowie vollautomatisches Handling bis hin zum computergesteuerten Abstapeln erinnern eher an eine Automobil-, als an eine Gerüstproduktion. „Wie Sie sehen, investieren wir regelmäßig und eher überdurchschnittlich in modernste Technik“, erklärt uns Frommann stolz. Natürlich war die MJ-Gerüst GmbH auch auf der diesjährigen bauma präsent. Auf dem über 300 Quadratmeter großen, zweigeschossigem Messestand konnten sich Interessierte Gerüstanwender über die neuesten Trends der Branche informieren und untereinander austauschen.

In diesem Jahr stand die Messe ganz im Zeichen der neugefassten TRBS 2121, die auch am MJ-Stand heiß diskutiert wurde. „Unsere vorrangige Aufgabe ist es nun, dem Gerüstanwender wirksame und gleichzeitig praktikable Systeme an die Hand zu geben, mit denen er in der Lage ist, die technischen Regeln ohne viel Mehraufwand und möglichst kostengünstig zu erfüllen“. Am MJ-Stand konnte man eine Vielzahl solcher Lösungsansätze besichtigen, ausprobieren und Weiterentwickeln. Welcher Weg hier der richtige ist und welches System die größte Akzeptanz findet bei gleichzeitiger Erfüllung der einschlägigen Vorgaben, wird sich in den nächsten Monaten herausstellen. Große Beachtung fand auf der bauma der MJ MSG-Geländerpfosten, der ohne viel Mechanik sicher am Standrohr verriegelt, und der zudem universell an fast allen Gerüstsystemen eingesetzt werden kann. In Kombination mit dem leichtgängigen, teflongelagerten teleskopierbaren Geländerholm, der über bewährte Kippfinger sicher am Pfosten angebracht werden kann, stellt der MSG-Pfosten sicherlich eine akzeptable Lösung dar. Jörg Frommann: „So richtig schön finde ich alle bisher von den Gerüstherstellern angebotenen Lösungen nicht. Es ist daher umso mehr unsere Pflicht als Hersteller, die vorhandenen Ansätze mit Hochdruck weiterzuentwickeln, um dem Gerüstbauer den Fortbestand seiner Gerüstsysteme zu sichern.“

        

Einen völlig anderen Weg geht das von MJ erstmals auf der bauma vorgestellte Gerüstsystem MJ OPTIMA, das unter Verwendung einer Vielzahl von beim Kunden bereits vorhandenen Gerüstbauteilen die Möglichkeit eines systemintegrierten vorlaufenden Seitenschutzes bietet. „Wir möchten hiermit zeigen, dass es auch ohne einen vollständigen Systemwechsel möglich ist, die Anforderungen der TRBS 2121 systemintegriert zu erfüllen.“ Das System besteht, ähnlich dem H-Rahmen-Prinzip, im Wesentlichen aus der Verlagerung des Ständerstoßes mittig zwischen den Belagebenen, also jeweils in 1,00 m Höhe. Somit ist man bei ausschließlicher Verwendung von baugleichen 2,00-m-Stielen, die im oberen Bereich Kippstifte zur Aufnahme des gelenkig gelagerten Seitenschutzes aufweisen, auf jeder Gerüstlage imstande, für die jeweils darüber liegende Ebene den Seitenschutz aus einer gesicherten Position heraus vollständig zu errichten. Auf Wunsch auch auf der Gerüst-Innenseite.

Ergänzt wird das System durch Anfangs- und Abschlussstiele, sowie Adapterstiele, die einen Weiterbau auf bzw. mit vorhandenem Fassadengerüst ermöglichen. Sämtliche Gerüstbeläge der vorhandenen Gerüstsysteme können im MJ OPTIMA weiterverwendet werden. Darüber hinaus, je nach verwendetem Gerüstsystem auch Geländer, Diagonalen und Bordbretter. Die Modullochscheibe in Ständermitte ermöglicht den Anschluss von Belagriegeln, sowie von Längsriegeln, Diagonalen oder Konsolen. Durch den Ständerstoß deutlich außerhalb der Verankerungsebene sind besondere Anforderungen an den Rohrverbinder des MJ OPTIMA zu stellen. „Die Steckverbindung musste bereits im Vorfeld aufwendige Versuche bestehen. Durch die Verwendung hochfesten Stahles sowie die Optimierung des auf einen Durchmesser von 41 mm gewachsenen Rohrverbinders haben sich jedoch alle geforderten Versuche als völlig unkritisch herausgestellt. Das Ankerraster und, bei leichten Ertüchtigungen im Grund, auch die mögliche Gerüsthöhe unterscheiden sich nicht wesentlich von den bewährten Rahmengerüstsystemen“. Übrigens: Der 2,00-m-Stiel ist mit 7 kg ein Leichtgewicht und unterbietet alle aktuell im Markt angebotenen Systeme. Positiver Nebeneffekt: Der Aufbau erfolgt deutlich schneller als bei klassischem Modulgerüst; MJ OPTIMA muss sich hier vor dem Rahmengerüst plus Montagesicherheitsgeländer nicht verstecken.

MJ verfolgt somit aktuell zwei Ziele: Erhaltung und Ertüchtigung der vorhandenen Systeme einerseits, sowie das Aufzeigen von wirtschaftlichen Alternativen, die Spaß machen, andererseits. Für das System MJ OPTIMA ist ein Zulassungsverfahren anhängig, das bei Redaktionsschluss noch nicht abgeschlossen war. MJ-Gerüst führt jedoch bereits ab Mai Feldversuche an ausgewählten Großbaustellen durch, für die bereits Einzelstatiken vorliegen.

   

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