Das Unternehmen

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Als Teil der starken JUNIOR Firmengruppe haben wir uns seit Anfang der 70-er Jahre auf die Produktion und den Vertrieb von hochwertigen, marktführenden Gerüstsystemen spezialisiert.

 

Gewicht war entscheidend für die Auftragsvergabe

Weil das schwerste Teilsegment an Deutschlands größtem sich im Bau befindlichen Brückenbauwerk allein 820 t wiegt, durfte die Hängegerüstkonstruktion nicht schwerer als 10 t sein. Friedhelm Hass vom Gerüstbau Hass aus Kruckow, Mecklenburg Vorpommern, ist es gelungen, mit MJ-Gerüsten ein 22 m breites Hängegerüst zu konstruieren, das lediglich 6,9 t wiegt.

Das Gerüst hat eine Höhe von 8 m, eine Arbeitsbreite von 2,50 m und ein Gesamtnutzgewicht von 500 kg. Es besteht aus einer Rohr-Kupplungskonstruktion in Verbindung mit Schwerlastgitterträgern, aufgekuppelten Belagtraversen und serienmäßigen Aluböden. Die konstruktive Idee dazu kam von Friedhelm Hass, der als erfahrener Maschinenbaumeister bereits bei zahlreichen Brückenbauwerken deutschlandweit bewiesen hat, dass er in der Lage ist, spezielle, den individuellen Gegebenheiten angepasste Gerüstkonstruktionen zu bauen. Das Material lieferte komplett die MJ Gerüst GmbH aus Plettenberg, mit der Hass schon seit vielen Jahren zusammenarbeitet.

Außer der Gewichtsvorgabe war ein weiteres Detail für die Auftragsvergabe maßgeblich: Die Hängegerüste, die beidseitig des Pylons auf 150m bzw. 180m verfahren, mussten die Seileinleitungspunkte vom Pylon zur Brücke umfahren können. Vom Pylon aus tragen 32 harfenförmig schräg gespannte Stahlseile die beiden Hauptöffnungen. Die Stahlseile mit einem Gesamteigengewicht von bis zu 135 t bestehen aus 34 Einzellitzen, die in ein Hüllrohr mit einem Durchmesser von 180 mm gezogen werden. Sie sind für eine aufnehmbare Zugkraft von 400 t ausgelegt. Auch die Idee zur Fahrschienenkonstruktion kam von Friedhelm Hass. Bei einer Auskragung von 1,50m liegen die Fahrschienen auf den Kragarmen und verfahren über eine Zentralschaltung in beide Richtungen.

Am 31. August 2004 begann der Bau der zweiten Strelasundquerung, der von Stralsund zur Insel Rügen führt. Der aufwändige Straßenneubau dient der besseren wirtschaftlichen Erschließung der Insel Rügen und soll Ende 2007 fertiggestellt werden. Die ausschließlich dem Kraftfahrzeugverkehr vorbehaltene Brücke bietet drei Fahrstreifen, von denen der dritte jeweils bedarfsgerecht genutzt wird. Das Kernstück der 4100 m langen zweiten Strelasundquerung bildet die 2831 m lange Strelasundbrücke. Sie setzt sich insgesamt aus sechs Abschnitten zusammen. Den mittleren Abschnitt bildet eine 580 m lange, seilverspannte Pylonbrücke, die mit einer Durchfahrtshöhe von 42 m als derzeit größtes Brückenbauprojekt in Deutschland gilt. Hier kommen die Hängegerüste der Gerüstbau Hass zum Einsatz. Sie dienen als Arbeitsgerüst zum Verschweißen der Schweißstöße, zum Sandstrahlen, zum dreimaligen Auftragen des Korrosionsschutzes und der Endbeschichtung.

Die Stützweiten dieses Abschnitts betragen 54 + 72 + 126 + 198 + 72 + 59,3 m. Die beiden Hauptfelder mit 126 m (zum Festland hin) und 198 m (zur Insel hin) werden mit einer Schrägseilbrücke und einem dreizelligem Stahlhohlkasten ausgeführt. Der in einem hellen Blau gehaltene 126m hohe Pylon ist der architektonische Blickfang dieses außergewöhnlichen Brückenbauwerks. Er ist zweigeteilt, mit einem ungefähr 40 m hohen Sockel aus Stahlbeton und einem Oberteil aus Stahl. Der Überbau ist vom Unterbau durch Brückenlager getrennt. Die Brückenfläche dieses Teilstücks wird 8720 m2 betragen. In diesem Abschnitt werden 4800 m3 Beton, 450 t Betonstahl, 4400 t Konstruktionsstahl im Überbau und 850 t im Pylon verbaut.

Generalunternehmer ist die Max Bögl GmbH aus Neumarkt, Oberpfalz. Von ihr wurde die Gerüstbau Hass beauftragt die beiden Hängegerüstkonstruktionen sowie zwei 42m hohe Treppentürme zu bauen. Die Treppentürme sind gegenläufig ausgelegt und bestehen aus MJ-Alutreppen und MJ-Holzbohlen. Die Treppen verfügen über eine erhöhte Verkehrslast von bis zu 200 kg.