Das Unternehmen

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Als Teil der starken JUNIOR Firmengruppe haben wir uns seit Anfang der 70-er Jahre auf die Produktion und den Vertrieb von hochwertigen, marktführenden Gerüstsystemen spezialisiert.

 

Fahrbares Kassettendach musste 6 Meter Höhenunterschied überbrücken

Gerüstbau Kampa GmbH: Auf Sonderlösungen spezialisiert

Das Objekt
Neubau der Treppe am Kölner Dom. Bei der Neugestaltung des Kölner Bahnhofsvorplatzes, mit Neubau der Domtreppe, musste ein Wetterschutzdach konstruiert werden, das einerseits zu verfahren und gleichzeitig einen Höhenunterschied von 6 Metern überbrücken musste. Spezialisiert auf Wetterschutzdachkonstruktionen ist die Kölner Kampa Gerüstbau GmbH, die von der Züblin AG, Niederlassung Köln, den Auftrag für dieses Projekt erhielt.

Weil die Vorbereitungszeit für das Projekt sehr knapp bemessen war, waren auch die Gerüsthersteller gefordert, kurzfristig fehlendes Material und Sonderteile zu beschaffen. Die MJGerüst GmbH zeigte sich hier besonders flexibel und konnte als einziger Hersteller sofort reagieren. Darüber hinaus war der zuständige Gebietsverkaufsleiter, Ulrich Brodowski, dabei behilflich, Zulieferer für spezielle Spurkranzrollen und diverse Befestigungsmaterialien zu finden. Die Flexibilität der MJGerüst GmbH bei diesem Projekt war ausschlaggebend dafür, dass die Kampa Gerüstbau GmbH seit dieser Zeit ihre Neuinvestitionen überwiegend bei MJ bezieht.

Die technische Lösung
Vom Auftraggeber Züblin AG wurden mehrere Varianten ausgeschrieben. Bei einem Ortstermin mit den beteiligten Firmen war schnell klar, dass nur eine Lösung die straffen Zeitvorgaben und die technischen Anforderungen erfüllte: Ein fahrbares Kassettendach mit kompletter Planeneinhausung, das die gesamte Treppe überspannte. Das Kassettendach hatte die Maße 15 Meter Breite, 16 Meter Tiefe und 3 Meter Höhe. Weil die Domtreppe eine Breite von 30 Meter hat, und die Beschichtung nur in Teilstücken aufgebracht werden konnte, musste die Kassettendachkonstruktion fahrbar sein. Eine Wetterschutzlösung war notwendig, weil die Beschichtung nur auf trockenem und frostfreiem Untergrund aufgebracht werden konnte und drei Tage ohne Nässe und Frost aushärten musste.

Die Gesamtkonstruktion bestand aus zwei 15 Meter langen Gerüststrängen, die oberhalb und unterhalb der Domtreppe parallel aufgestellt wurden. Unter jeden Gerüststrang wurden am innen liegenden Standrohr des Vertikalrahmens spezielle Spurkranzrollen im Abstand von 2,50 Metern (Rastermaß) mit Gitterträgern und Rohr/Kupplungen montiert. Die Rollen lagen auf Dreieckstützen auf und konnten so wie auf Schienen verfahren werden. Die ?Schienen? hatten jeweils eine Länge von 30 Metern, damit die Wetterschutzkonstruktion komplett über die gesamte Domtreppe verfahren werden konnte. Um während der Aufbauphase ein Umstürzen der einseitig auf Rollen gelagerten Gerüststränge zu verhindern, wurden diese seitlich mit einer Rohr/Kupplung Hilfskonstruktion gesichert.

Das zuvor am Boden montierte Wetterschutzdach wurde jetzt mittels eines Autokrans auf die Konstruktion gehoben und an den beiden Gerüststrängen befestigt. Das Kassettendach stellte jetzt die Verbindung des am oberen und unteren Ende der Domtreppe errichteten Gerüststrangs her. Somit war die komplette Gerüstkonstruktion geschlossen. Die Rohr/ Kupplungs Hilfskonstruktion konnten jetzt demontiert werden, weil das Kassettendach die Gerüststränge jetzt sicherte.

Die aufwändigen statischen Berechnungen für die Kassettendachkonstruktion kamen von dem Ingenieurbüro für den Gerüstbau Jochen Gebauer, der das gesamte Projekt beratend begleitete.

Im letzten Arbeitsschritt vor Inbetriebnahme wurden die Dreieckstützen (Schienen) im Betonboden verankert, um ein Wegknicken der Konstruktion zu verhindern. Schließlich wurde die Gerüstkonstruktion komplett verplant, um die Anstricharbeiten sicher vor Witterungseinflüssen zu schützen.

Statistik zum Projekt
Die „Standzeit“ der Wetterschutzkonstruktion betrug vier Wochen. Der Auf- und Abbau erfolgte jeweils in zwei Tagen durch vier Monteure der Kampa Gerüstbau GmbH, mit Unterstützung eines Mobilkrans. Weil der Mobilkran nur für eine begrenzte Zeit in die Großbaustelle einfahren durfte, mussten die Arbeiten unter einem erheblichen Zeitdruck ausgeführt werden, was zur vollsten Zufriedenheit des Auftraggebers, der Züblin AG, Niederlassung Köln, gelang.