Das Unternehmen

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Als Teil der starken JUNIOR Firmengruppe haben wir uns seit Anfang der 70-er Jahre auf die Produktion und den Vertrieb von hochwertigen, marktführenden Gerüstsystemen spezialisiert.

 

Einzigartiges Sanierungsprojekt schmückt Neustrelitzer Hafen

Denkmalgeschützen Getreidespeicher zu attraktivem Gebäudekomplex umgebaut.

Bernd Werdermann gehört mit zu den bekanntesten und interessantesten Personen der norddeutschen Bauszene. Dies stellt er gerade wieder bei seinem jüngsten Projekt eindrucksvoll unter Beweis. Vom Kauf des über 150 Jahre alten, ruinenhaften Baudenkmals bis zur Vermarktung des sanierten Gebäudekomplexes reicht sein Engagement. Bis auf die Ausbaugewerke wird die Sanierung komplett von der Gerüstbau u. Bauhandwerksbetrieb Bernd Werdermann e.K. durchgeführt. Seine Rahmengerüste sowie systemfreies Zubehör bezieht Werdermann in jüngster Zeit auch von der MJ-Gerüst GmbH aus Plettenberg. Vor allem mit den zahlreichen Gerüstbaubetrieben, mit denen Bernd Werdermann involviert ist, besteht eine enge Zusammenarbeit mit MJ.

Zu Beginn der Bauarbeiten musste das einsturzgefährdete Gebäude als erstes gesichert werden. Der 1930 erbaute, 34 m hohe Getreidesiloturm wurde bis zum Erdgeschoss abgetragen. Darauf wurde ohne Veränderung des umbauten Raumes über 7 Etagen ein Wohnturm mit Eigentumswohnungen von 90 – 180 qm errichtet. Schwieriger gestaltete sich der Umbau des 1842 erbauten Speichergebäudes. Typische Baumerkmale sind Längswandbauweise, hochbelastbare Holzbalkendecken und niedrige Geschosshöhen, dicke Wände und kleine Fensteröffnungen. Das Gebäude musste vollständig entkernt werden. Im Inneren wurden 67 Stahlbetonpfähle mit einer Länge von 12 m als Gründung für eine Querwandbauweise eingebaut. Dann wurden die Innenwände und Decken mit bis zu 9 m langen und 2,5 m breiten Fertigteilen neu errichtet.

Neben diesen Ausbaumaßnahmen gibt es zahlreiche, selbst auferlegte Vorgaben, die höchste Anforderungen an den Gerüstbau stellen: Der touristische Hafenbereich darf während der Sanierungsphase nicht eingeschränkt werden, die zunächst freistehenden Außenwände durften keine Windlasten erhalten, die historische Substanz und der Ausbau sollen gegen Regen geschützt werden und die Bauarbeiten sollten auch über die Wintermonate 2005/2006 ausgeführt werden. Mittels moderner Gerüstbautechnik werden diese Vorgaben eingehalten und technisch machbar gestaltet: Traufseits wurden zum Gebäude Rahmensystemgerüste in GLK 4 W 18 mit Innenauslegern aufgebaut. Davor wurde ein 4 m breites Modultraggerüst mit angeschlossenen Stütztürmen errichtet. Die 11 m hohen Längswände wurden mit Schwerlastträgerbrücken gegeneinander gestützt. Die 18 m hohe Giebelwand mit ihren großen Öffnungen wurde mit einer auf dem Traufmauerwerk aufgelagerten Gitterträgerbrückenlage stabilisiert.

Die Traufgerüste wurden mit Modulgerüsten aufgestockt und zu Traggerüsten ausgebaut. In ca. 19 m Höhe wurden Fahrschienen aus Dreirohrständern montiert. Darauf fahren über dem Gebäude in zwei Ebenen 4 begehbare Wetterdächer aus Alukassettenplatten. Die max. Spannweite beträgt ca. 20 m und die Länge 17,5 m. Windsicherungen schützen vor Abheben. Um die Beschickung der Baustelle über das Dach zu ermöglichen, können die Wetterdächer von maximal 4 Personen in gesicherten Laufwegen verschoben werden. Die Öffnungen über dem gesamten Gebäude können bis zu 20 m betragen. Der Zugang zur Fahranlage ist beidseitig durch eine von der MJ-Gerüste GmbH entwickelte Alutreppe mit 3,00 kN Belastbarkeit gegeben.

Das gesamte Arbeitsgerüst wurde mit einer Plane versehen. Um die Plane vor den westseitig auftretenden, starken See-Winden zu schützen, wurde zusätzlich am Modulgerüst ab Traufhöhe eine 6 m hohe und 40 m lange Windschutzwand errichtet. Durch den Einsatz dieser Windschutzwand gab es keine Reparatur an den Planen. Die gesamte Wetterhalle mit integriertem Arbeitsgerüst stand immer ohne Verankerungen.

Gerüstaufbau und Einhausung erfolgte im Oktober 2005. Verantwortlich für die Gerüstbauarbeiten war Rolf Mohnke, Leitmonteur bei Werdermann. Die Standzeit des Gerüstes ist bis Juli 2006. Das Hauptgerüst wurde mit 6 Gerüstbauern unter Zuhilfenahme des Turmdrehkranes in 18 Tagen errichtet. Insgesamt wurden ca. 2.780 m2 Rahmengerüste, ca. 7.200 m3 Traggerüste, ca. 850 m2 Wetterschutzdächer und 88 m Gerüsttreppen eingesetzt.