Das Unternehmen

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Als Teil der starken JUNIOR Firmengruppe haben wir uns seit Anfang der 70-er Jahre auf die Produktion und den Vertrieb von hochwertigen, marktführenden Gerüstsystemen spezialisiert.

 

50 Jahre Wachstum durch Spezialisierung

In diesem Jahr feiert das Gerüstbauunternehmen Löhr aus Boppard sein 50-jähriges Betriebsjubiläum. Was vor 50 Jahren als Dachdeckerbetrieb begann, hat sich bis heute zu einem erfolgreichen Gerüstbauunternehmen entwickelt. Bemerkenswert dabei ist die Tatsache, dass sich der Geschäftsverlauf unabhängig von den Schwankungen im allgemeinen Gerüstmarkt kontinuierlich positiv entwickelt hat. „Dafür gibt es verschiedene Gründe“ erläutern die Brüder Jürgen und Frank Löhr, die das Unternehmen in der zweiten Generation führen, im Gespräch. „Entscheidend für unseren Erfolg war es, dass wir uns in all den Jahren auf die Anforderungen des Marktes eingestellt haben und durch die Belegung von Marktnischen neue Arbeitsfelder gefunden haben.“

Heute steht das Unternehmen, das seinen Gerüstbedarf bei der MJ-Gerüst GmbH aus Plettenberg deckt, mit Standorten in Koblenz-Lay, Boppard und seit kurzem direkt in Koblenz auf drei Säulen: Spezialgerüstbau für und an Brücken, Industrieg­erüstbau und Fassadengerüstbau. Diese Entscheidung ist Ende der 80-er Jahre gefallen, als Frank Löhr aktiv in das Unternehmen eintrat und eine Neustrukturierung notwendig wurde. „Uns war klar, dass wir mit einer einseitigen Ausrichtung auf den Fassadengerüstbau mittelfristig nicht bestehen können“ sagen Jürgen und Frank Löhr. „Wir haben Arbeitsfelder erschlossen, die für qualifizierten Gerüstbau stehen und wo Know-how, Innovationsgeist und Zuverlässigkeit gefragt sind. So kamen wir zum Spezial- und Industriegerüstbau.“

Jürgen Löhr ist am Standort Koblenz-Lay für den Spezialgerüstbau verantwortlich. Dabei geht es im Wesentlichen um Brückensanierungen. Zum Einsatz kommen Kap­pen- und Konsolgerüste, die im Hause Löhr teilweise selbst entwickelt wurden. Seine Baustellen findet Jürgen Löhr im gesamten Bundesgebiet. Herausragende Projekte waren die Rheinbrücke in Neuwied, eine so genannte Schrägseilbrücke bei der der 92m hohe A-Pylon, der über 44 Stahlseile die Lasten der Brücke aufnimmt, für Kor­rossionsschutzarbeiten komplett eingerüstet werden musste sowie die Brückensani­erung der 1030m langen und 36m breiten Rheintalbrücke Bendorf auf der A48. Hier lieferte und errichtete Löhr neben den Kappen- und Konsolgerüsten das bis heute mit 270m weltweit größte Schutzzelt über die gesamten Fahrbahn. Insgesamt beläuft sich der Gerüstbestand an Kappengerüsten auf eine Menge, mit der theoretisch eine 6000m lange Brücke eingerüstet werden könnte.

Für die Bereiche Fassaden- und Industriegerüstbau ist Frank Löhr verantwortlich. Hierzu gehören ca. 150000 qm Fassadengerüste und 2000 to Industriegerüste. Der Schwerpunkt Frank Löhrs liegt im Industriegerüstbau, „weil wir hier zeigen können, was ein zuverlässiger und qualifizierter Gerüstbaubetrieb zu leisten im Stande ist“, erläutert Frank Löhr. „Im Industriegerüstbau erwirtschaften wir unsere Rendite, weil hier der Kunde unsere Leistung honoriert“. Jüngstes Beispiel ist ein Auftrag der Corus Aluminium Walzprodukte GmbH, die infolge eines 550-Millionen-Großauftrags zur Fertigung von Aluminiumplatten und Breitbleche für den neuen Airbus A 380 ihre Kapazitäten am Standort Koblenz aufstocken müssen. Damit dieser Auftrag nicht nur qualitativ sondern auch zeitlich 100% gemäß den Anforderungen ausgeführt werden kann, werden auch an den Industriegerüstbauer besondere Qualitätskriterien gestellt. Ein weiteres Beispiel für die Stellung der Sparte Löhr-Industriegerüstbau liefert ein Projekt auf Korsika, bei dem ein Industrieunternehmen aus der Region für den Bau eines Kraftwerks Material und Mannschaft von Löhr per Schiff und Flugzeug kurz­fristig anforderte, nachdem der ursprünglich für diese Arbeiten vorgesehene, franzö­sische Gerüstbauer die Erwartungen nicht erfüllen konnte.

Neben der Spezialisierung war die solide Geschäftspolitik der Löhr-Brüder maßge­blich für die erfolgreiche Entwicklung. „Wir sind langsam aber stetig gewachsen und haben uns in all den Jahren im Wesentlichen aus Eigenmittel finanziert. Erheblich zu unserm Erfolg beigetragen haben außerdem unsere Mitarbeiter und die Partner auf Lieferantenseite. So arbeiten wir seit Jahren mit der MJ-Gerüst GmbH zusam­men, weil MJ für Berechenbarkeit und Kontinuität steht. Die Praktiken einiger anderer Gerüst-Produzenten, die mit betriebswirtschaftlich nicht nachvollziehbaren Finanzier­ungen Wettbewerber unterstützt haben und dadurch erheblich für den Preisverfall im Fassadengerüstbereich verantwortlich sind, haben uns stets irritiert. MJ ist zwar nicht der größte Gerüstproduzent in Deutschland, jedoch sagt Größe noch nichts über die Qualität des Unternehmens aus. Das passt auch sehr gut zu unserer eigenen Un­ternehmensphilosophie“, so die Aussagen von Frank Löhr im Gespräch.